Perry Rhodan® Nr. 3098 „Letzte Rast bei Mu Sargai“ von Leo Lukas

Zusammenfassung der Handlung:

Atlan befindet sich in Gefangenschaft von seinem Alter Ego Opt-Atlan und Jasmyne da Ariga auf der Opt-THORA, die mittlerweile als der Golem bezeichnet wird. Opt-Atlan fordert Perry Rhodan auf an Bord des Golem zu kommen da er den Terraner als Backup braucht, falls mit der Ritteraura des Arkoniden etwas schiefgehen sollte bei der Verwirklichung des Trajekts. Rhodan startet daraufhin mit einer ganzen Flotte von SpaceJets die sich im Unterlichtflug in Richtung Golem aufmachen. Die meisten dieser Kleinraumschiffe werden trotz Tarnung im Laufe der Zeit von den optimierten Waffensystemen des Golems abgeschoßen. Rhodans SpaceJet dockt schließlich an einem der angeflanschten Augenraumer an und sein Team, daß außer ihm noch aus Gucky und Zemina Paath besteht, schleicht sich an Bord.

Im Golem versucht derweil Jasmyne da Ariga über den Kontakt mit einer SEMT-Haube in die Erinnerungen von Atlan einzutauchen, scheitert aber kläglich. Es gelingt ihr nur an drei massive Tore zu klopfen, die sich nicht auftun aber dieses Klopfen und die Nähe von Sternenrad und Bleisphäre löst bei Atlan eine offenbar vor sehr langer Zeit abgespeicherte Gedanken-Erinnerungs-Nachricht der Kosmokratin Mu Sargai aus. In einer pittoresken Traumwelt begegnet er den drei Folien/Inkarnationen/Holofraktalen dieses überaus mächtigen Wesens:

1. In einer eisigen, verschneiten Welt trifft er auf einen sprechenden schwarzen Vogel, der das Äquivalent seines Extrasinns darstellt. Hier muß er im Schnee noch einen Kompaß (als Äquivalent zu seinem photographischen Gedächtnis) ausgraben, der ihm den Weg zu einem Iglu weist. Dort erwartet ihn das junge Fräulein Sargai, welches ihn mit einer heißen Suppe bewirtet aber ansonsten verbal nicht viel zu bieten hat. Durch eine Falltür gelangt er nach dem Essen in die nächste Welt.

2. Über einen Fluß in den Südstaaten der USA fährt ein Schaufelraddampfer. Auf diesem opulenten Gefährt hat die extravagante Madame Sargai das Heft in der Hand. Sie ist der Spiritus Rector einer ekstatischen Partygesellschaft. Bevor sie mit Atlan zu tanzen bereit ist schickt sie ihn in das schlammige Wasser des Flußes denn ihm fehlt noch eine extrem wichtige Komponente für sein Vorankommen in dieser stark surrealen Umgebung. Ein Krokodil, ein Caiman, und ein Gavial ziehen ihn in eine unterirdische Höhle. Nach kurzem Kampf gegen die Kreaturen erobert sich Atlan ein Medaillon das das Äquivalent zu seinem Zellaktivator darstellt. So ausgerüstet ist Madame Sargai nun bereit mit dem letzten Ritter der Tiefe zu tanzen. Es wird ein ekstatischer Tanz, der bei Atlan auch die Manneskraft ankurbelt. Die Madame liefert dem unsterblichen Arkoniden kein Schäferstündchen, leider auch nur ein paar marginale Antworten und schickt ihn dann weiter denn die wirklich wichtigen Fragen können nur in Mutter Sargais letzter Raststätte beantwortet werden.

3. Atlan kehrt in ein uriges Wirtshaus ein. Die Wirtin ist keine andere als Mu(tter) Sargai selbst. Sie ist uralt, raucht Zigarillos und kocht dem Arkoniden einen urigen Eintopf namens Grenadiersmarsch. Dazu kredenzt sie Ayran. Obwohl sie scheinbar nur ein Gedankenfragment ist, muß es doch eine aktuelle Verbindung zur Hauptsubstanz der Kosmokratin geben denn Mutter Sargai ist voll im Bilde über die aktuellen Geschehnisse in M13. Atlan erfährt geradezu Bahnbrechendes aus seiner eigenen Vergangenheit. In einer Rückblende, die ihm Mutter Sargai ermöglicht erfährt Atlan folgendes: er war tatsächlich seinerzeit um das Jahr 3586 n. Chr. herum bei Mu Sargai selbst hinter den Materiequellen und hat von dort aus die Kosmokraten erlebt und gesehen wie sie selbst das Entstehen, die Existenz und das Vergehen des Multiversums im Einklang mit dem Moralischen Code beobachten. Diese direkte Schau drohte seine ganze Existenz zu entmenschlichen, sodaß er sich aus freien Stücken entschloß Mu Sargai darum zu bitten ihm diese Erinnerung zu nehmen. Somit war all der gigantische Groll den der unsterbliche Arkonide über mehr als 2000 Jahre gegenüber den Kosmokraten hegte komplett unbegründet. Durch diesen Fakt kann Atlan jetzt seine Ritterwürde und somit seine Aura zu 100% akzeptieren. Er wird in Zukunft mit aller Macht um seine Ritteraura kämpfen. Zum Abschluß ihrer Begegnung legt die Kosmokratin ihr Ohr an Atlans thezschen Zellaktivator. Sie hört darin ein Signal der Zukunft. Außerdem gibt sie bekannt, daß ZA und Ritteraura dabei sind sich ineinander zu verschränken – Atlan wird dadurch zu einem Singulären Ordnungsfaktor im Universum werden. Auf eine Frage nach der Aufgabe Perry Rhodans erhält er die Antwort, daß dieser quasi noch eine halbe Nummer größer ist und mehr Last zu schultern habe als Atlan. Der Arkonide verabschiedet sich von der Kosmokratin und öffnet die Augen.

Das bemerken der falsche Atlan und Jasmyne da Ariga zunächst nicht. Ersterer wird immer größenwahnsinniger und rasiert sich den Schädel. Dann gibt er da Ariga den Befehl, sich um das Projekt Zeittorpedo zu kümmern.

Meine Meinung zum Heft:

Für mich ist mit diesem exzellenten Roman ein Dilemma beendet. Nach der damaligen Rebellion der Ritter der Tiefe in den 1200er Bänden bin ich zeitweise ausgestiegen aus der Serie. Außerdem hatte mich der Tod von Willi Voltz stark demoralisiert. Mir gefiel nicht wie sich die Serie dann weiter entwickelte. Erst mit Band 1600 stieg ich wieder ein.

Atlan ist jetzt endlich ein vollwertiger Ritter der Tiefe plus seinen thezschen Aktivator, der mit der Aura zusammenwächst um quasi zum Super-Ritter zu werden. Genial, ich hoffe Atlan spielt im nächsten Zyklus eine tragende Rolle im Kampf gegen das Chaos.

Die Beschreibung der drei Folien der Mu Sargai ist überaus erfrischend zu lesen. Wesentlich sympathischer auch als damals die brennenden Maunari-Körper ihres Kollegen Hismoom. Ich bin ganz offen: ich bin ein unverbesserlicher Kosmokraten-Fan und liebe alles was es zu diesen Entitäten in der Serie zu lesen gibt.

Dieses Heft ist das beste des ganzen Zyklus und darum gebe ich sehr sehr gerne die Note 1 mit *** 🙂

Das meint der Autor zu seinem brillanten 🙂 Roman:

Neun Fragen an Leo Lukas zu seinem Band 3098

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