Perry Rhodan® Nr. 3099 „Die Kinder der Milchstraße“ von Michael Marcus Thurner

Vorwort in eigener Sache:

Die ersten zwei Drittel des Hefts mußte ich notgedrungen als Patient im Krankenhaus lesen. Am 11. Januar mußte ich in die Notaufnahme einer Klinik nachdem ich schon drei Tage praktisch nichts mehr essen und trinken konnte. Ich hing dann dauernd an mehreren Infusionen gleichzeitig und um mich herum wuselte der Klinikalltag. Zum 6. Mal innerhalb von viereinhalb Jahren mußte ich mich wegen Achalasie der Speiseröhre operieren lassen. Das ist eine sehr seltene, unheilbare Erkrankung. Dabei verkrampft sich immer wieder und im Laufe der Zeit immer stärker der untere Speiseröhrenschließmuskel, der direkt vor dem Magen liegt. Nahrung und Getränke bleiben in der Endphase dieser immer wiederkehrenden Entwicklung quasi stecken. Bleibt das dann unbehandelt so ist man innerhalb von ca. 10 Tagen tot da der Körper verhungert und verdurstet. Ich kämpfe seit Sommer 2016 mit diesem scheußlichen Leiden. Im September 2020 führte mich das sogar für einige Tage auf die Intensivstation incl. Anschluß an eine Beatmungsmaschine da bei einer der OPs gestauter Nahrungsbrei in die Lunge floß – der Arzt brauchte ganze drei Stunden um meine Lunge endoskopisch zu reinigen. Zum Glück hielt mich der Arzt dann für viele Stunden in Narkose aber als ich dann mit dem Beatmungsschlauch in der Luftröhre auf der ITS aufwachte und weitere 48 h künstlich beatmet wurde war das der reinste Horror zudem konnte ich nicht mehr sprechen und wegen all der piepsenden Maschinen dort zwei Nächte nicht schlafen. Infusionen liefen permanent in mich rein und durch einen Blasenkathether kam es wieder raus. Alle paar Stunden wird Blut entnommen. Außerdem ist 48 h komplett immobil im Bett zu liegen nichts was ich meinem schlimmsten Feind wünsche. Mit die übelste Zeit meines Lebens 😦 😦 😦 Zur Behandlung der Achalasie wird unter Narkose ein Endoskop durch den Mund bis in diesen Ringmuskel hinein geführt und am Ende der Sonde wird dann unter hohem Druck ein Gummiballon aufgeblasen, der einen Teil der Muskelfasern zerreißt, was den Muskel (auf Zeit) wieder durchgängiger macht. Und diese OP wurde bei mir seit letzten September schon drei Mal gemacht. Dazu kommt eine hohe Strahlen-Belastung da dies immer unter Röntgen-Durchleuchtung erfolgt. Die OP die mich aktuell wieder in die Klinik führte verlief zum Glück komplikationslos, sodaß ich nach drei Tagen wieder nach Hause durfte und dort habe ich dann das letzte Drittel des Hefts fertiggelesen. Darum ist die Zusammenfassung der Handlung nur präzise für diesen Teil. Nochmals lesen wollte ich nicht da bereits Nr. 3100 wartet und ich somit wenigstens meinen Rückstau an Heften aufgearbeitet habe.

Zusammenfassung der Handlung:

Perry Rhodan, Gucky und Zemina Paath verschanzen sich auf dem Golem/Opt-THORA, versuchen das Supramentum zu sabotieren und den echten Atlan zu befreien, dabei stellen sie fest, daß die Hardware des Schiffes auf eigentümliche Weise mit den an Bord befindlichen Individuen (was die Báalols und Signaten-Futuroskopen mit einschließt) zu verschmelzen beginnt. Die Angriffe der Bordhardware auf das Team werden nun immer stärker. Der Ilt kann auch fast keine eigenständigen Gedanken bei der Besatzung mehr feststellen. Gucky muß dann mit brachialer Gewalt von Rhodan aus einem zusammenwachsenden Maschinen-Konglomerat befreit werden, welches den Mausbiber fast zerdrückt. Zemina Paath gelingt es mit der Zeit durch ihre alten Hochrang-Bevollmächtigungen eine teilweise Kontrolle über den Bordrechner Opt-TOIO zu erlangen, was die Angriffe etwas reduziert aber letztlich ist es eine Katz- und Mausjagd durch das immer weiter mutierende Schiff.

Letztlich kommt es zum körperlichen Kampf zwischen Atlan und seinem Alter Ego – dieser geht zunächst unentschieden aus da Rhodan auf Seiten des Freundes eingreift. Aber dann wird der unsterbliche Arkonide in ein vier Meter großes, golemhaftes Konglomerat von optimierten Kleinstrobotern eingeschloßen. Der wiedererwachte Opt-Atlan triumphiert aber da hat er die Rechnung ohne Zemina Paath gemacht. Diese hat mittlerweile den Bordrechner zu wohl 85% unter ihrer Kontrolle. Sie ruft ihren Paau in dem sich bereits Jasmyne da Ariga befindet. Sie steigt zu ihr in den paramentalen Koffer hinein. Dort drinnen werden jetzt ihre in der Arkonidin befindlichen Gehirnteile auf sie zurücktransferiert. Als sie den Koffer zusammen mit Jasmyne verläßt geht von ihr die Aura einer Anführerin aus, Opt-Atlan muß sich ihr zähneknirschend beugen denn anders als er will sie das Sternenrad mit in das Trajekt integrieren. Sie gibt nun Atlan und Opt-Atlan den Befehl in den Paau zu steigen was beide mit einigem Widerwillen tun. Der thezsche ZA von Atlan soll temporär auf sein Bioplikat übergehen und die Ritteraura mit sich hinüber ziehen. Das gelingt aber die Aura wehrt sich. Der Paau springt auf. Der ZA ist nun wieder bei Atlan während die Aura auf Perry Rhodan überspringt, der sich damit extrem unwohl fühlt da die Aura nicht mit ihm kompatibel ist. Letzten Endes springt die Ritteraura wieder auf ihren Eigentümer zurück. Zemina Paath verkündet, daß durch dieses psi-mentale Wechselspiel ein Abglanz der Aura in die von Psi-Partikeln gesättigte Hülle des Golem/Supramentum integriert werden konnte. Und sie verkündet jetzt auch verbal, daß sie nun die Kommandantin des Schiffes ist.

Rhodan und Atlan bitten die Thesan, den Golem verlassen zu dürfen aber bei dem hyperenergetischen Chaos außerhalb (das Sternenrad Emlophe ist schon halb in der Bleisphäre verschwunden) bleibt nur der Paau als Transportmittel, den die Thesam großzügigerweise zur Verfügung stellt.

Atlan, Perry und der Ilt quetschen sich in den Koffer und der Paau bringt diese in einem Sprung zur RAS TSCHUBAI. Dort treffen sie auf Reginald Bull der aktuell das Kommando auf dem SUPERNOVA-Schiff innehat. Dann taucht Iwán Mulholland auf, der im telepathischen Kontakt mit den Vértex-Schwestern Paath und da Ariga steht. Trotz aller Mühen strandet das Supramentum samt Sternenrad immer wieder in einem Wirbel aus Nichts berichtet er.

Nun reißt Rhodan das Heft an sich und läßt den Ewigen Imperator Tormanac da Hozarius anfunken, der sich sofort meldet. Tormanac ist Dyo-Alpha zu chaotisch geworden und er sieht einen Schatten über der Milchstraße, der in die untersten Ebenen des Denkbaren reicht. Dieser Schatten kann der Milchstraße einen eigenartigen Glanz verleihen, kann sie hinreißen aber in diesem Glanz sieht der Imperator keine Zukunft für sich. Rhodan fällt dabei der Dunkle Glanz ein den die abbyssal veränderte Gry O’Shannon in der gesamten Heimatgalaxis gesehen hat. Tormanac verlangt letztlich von Rhodan, daß dieser den cairanischen Jungen Aipu mit Paau und Nashadan zu ihm schickt da dieser den Transfer nach Dyo-Beta stabilisieren kann.

Von Chione McCathey gehen jetzt die letzten mentalen Überbleibsel HATH’HATHANGS auf Aipu über. Seine Mutter Dupa Emuladsu verabschiedet sich tränenreich von ihrem Sohn, der dann mit Paau und Nashadan abfliegt. Dorthin wo auch die nach Tausenden zählende Robotflotte der EPPRIK-Raumer des Imaginären Imperiums ihr Ziel gefunden hat – in die Bleisphäre!

Aipu erreicht aber zunächst den Golem und nun hat Zemina Paath alles beisammen was sie braucht. Sie führt das Supramentum, das Sternenrad und die Robotflotte des Imaginären/Ewigen Imperiums durch die Zerozone hindurch nach Dyo-Beta.

Die Bleisphäre verschwindet schließlich ohne, daß es zum Großen Knall kommt. An ihrer Stelle schält sich zunächst ein Nebel heraus und dann materialisiert das lange verschwundene Arkon-System, welches wohl einige Jahrhunderte in Stasis verharrte. Atlans Heimatsystem ist wieder da – die Cairanische Epoche ist zu Ende!!!

Nachtrag: den im letzten Band erwähnten Zeittorpedo hat Opt-Atlan jetzt abgeschoßen. Das Ding knallte in den Weißen Schirm des Sternenrads, geriet in die Protozeit vor dem Urknall und hat dann in einem Dilatationsflug über Milliarden Jahre die RAS TSCHUBAI an dem Ort getroffen an dem sie in Band 3000 stand – das war die Beschädigung an der Dockbucht, die Rhodan damals bemerkte.

Meine Meinung zum Heft:

Ich hätte mir gewünscht, daß man etwas aus dem Sternenrad während des Transfers erfährt. Das einzige war, daß man erfuhr, daß die terranischen und arkonidischen Flotten das Sternenrad fluchtartig verlassen haben. Der lange Hin- und Her-Kampf auf dem Golem hätte geraffter beschrieben werden können dann wäre m.E. Platz gewesen für ein zwei Kapitel bei den Cairanern aber das ist wahrscheinlich Jammern auf hohem Niveau.

Welche (mir erinnerlichen) Fragen blieben offen:

1. Was wurde aus dem cairanischen Planeten Hovcai im Halo der Milchstraße???

2. Hatten die Ladhonen Ephemere Staaten in der Milchstraße und wenn ja, wurden diese ins Sternenrad evakuiert???

3. Was waren denn das für Erinnerungen, die Zemina Paath in diesem Heft zurückerhalten hat???

Das Ewige Imperium ist jetzt Geschichte, ich hätte mir im Zyklus und auch in dem davor einige Bände gewünscht in denen Agenten via Messinghaube dort eindringen und Abenteuer erleben. Schade, gab es m.W. leider nicht.

Sehr positiv zu bewerten ist, daß Atlan seine Ritteraura behalten hat und noch lebt 🙂

Ich gebe dem Roman trotz meiner Kritik gerne die Note 2 🙂

Dies meint der Autor zu seinem Zyklus-Abschlußband:

Zwölf Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3099

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